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Verbesserte Unterstützung bei Demenzerkrankung

Die letzte Pflegereform hatte es in sich. Endlich finden auch dementiell Erkrankte ihren Platz in der Pflegeversicherung.

Das letzte Pflege-Weiterentwicklungsgesetz, welches zum 1. Juli 2008 in Kraft trat, hatte es in sich: Anhebung der Sätze in den einzelnen Pflegestufen und eine deutlich verbesserte Unterstützung bei eingeschränkter Alltagskompetenz.

"Gut Ding will Weile haben", dachte sich der Gesetzgeber, als er 1995 das Pflegeversicherunggesetz verabschiedete - und ließ die Demenzerkrankten im wahrsten Sinne des Wortes einfach unter den Tisch rutschen. Die Betroffenen und deren Angehörige gingen in Folge weitere 7 Jahre leer aus.

Mit dem sog. Pflegeleistungsergänzungsgesetz wurde zum 01.01.2002 schließlich eine Reform verabschiedet, die man als ersten Schritt in die richtige Richtung ansehen konnte. Endlich wurde seitens des Gesetzgebers eingeräumt, dass erhebliche Defizite in der Unterstützung bei Demenzerkrankung vorhanden sind. Die Reform ließ leider in der Praxis deutlich zu wünschen übrig. Zum einen wurde den Erkrankten lediglich ein jährlicher Betrag von maximal 460.-€ zugestanden. Gemessen an dem erheblichen betreuerischen Aufwand bei einer Demenzerkrankung ein Tropfen auf den heißen Stein (der jährlich schnell verdampfte). Desweiteren beschränkte sich der Anspruch auf den Personenkreis, der in eine Pflegestufe eingruppiert wurde. Alle anderen gingen leer aus. Erschwerend kam hinzu, dass die Gesetzesänderung kaum Beachtung in den Medien fand. Da die Pflegekassen hier ebenfalls eine schlechte Informationspolitik betrieben, wurde diese Reform in der Öffentlichkeit regelrecht verschlafen. Selbst in Pflegedienstkreisen fand die Gesetzesreform wenig Beachtung. Wir waren als eine der ganz wenigen Pflegeeinrichtungen in der Stadt jahrelang bemüht, die Informationslücken zumindest bei unseren Patienten zu schliessen. So konnten unsere Patienten schon vor Jahren von diesen Leistungen profitieren.

Die letzte Pflegereform, das sog. Pflege-Weiterentwicklungsgesetz, trat zum 01. Juli 2008 in Kraft und hatte es wahrlich in sich. Die wichtigsten Neuerungen stellen wir Ihnen in Folge kurz vor.

1. Betroffener Personenkreis:
Im Gegensatz zur bisherigen Regelung werden nun alle Menschen mit dementiellen Beeinträchtigungen berücksichtigt. Die
Anbindung an eine Pflegeeingruppierung entfällt. Betroffene, die nicht die Kriterien für eine Eingruppierung in eine Pflegestufe
erfüllen, jedoch an einer dementiellen Erkrankung leiden, werden in die Pflegestufe 0 eingruppiert. Sie können somit nun
ebenfalls Leistungen für Betreuungsangebote in Anspruch nehmen.

2. Anhebung der Betreuungshöchstsätze:
Bisher gab es einheitlich einen festen Regelsatz, der unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung war. Der Jahreshöchstbetrag
lag bei 460.-€. Durch die Gesetzesänderungen wird den unterschiedlichen Krankheitsausprägungen Rechnung getragen.
Die Betroffenen werden nach Schweregrad in 2 Stufen mit unterschiedlichen Regelsätzen unterteilt.

Stufe A: Grundbetrag ........ 100.-€ / Monat
Stufe B: Erhöhter Betrag .... 200.-€ / Monat

Die Ansprüche sind kumulierbar, d.h. wird im ersten Monat der Betrag nicht verbraucht, überträgt er sich in den Folgemonat und
danach wieder in den darauffolgenden Monat. Diese Kumulation funktioniert leider nicht grenzenlos. Der Vorjahresrestbetrag
muß innerhalb der ersten 6 Monate des folgenden Jahres verbraucht werden. Sonst verfällt der Anspruch.

Die Beträge können im Gegensatz zu den Grundpflegeleistungen in der Pflegeversicherung nicht in Form von Geldleistung
ausgezahlt werden. Die angebotene Leistung ist eine reine Sachleistung, die nur durch Pflegeeinrichtungen mit entsprechenden
Verträgen erbracht werden kann. Unsere Pflegeeinrichtung erbringt bereits seit Jahren Leistungen aus diesem Bereich. Wir bieten
eine vielfältige Auswahl an individuellen Möglichkeiten, dieses Finanzierungsangebot der Pflegekasse sinnvoll zu nutzen.

Wir empfehlen Ihnen ein unverbindliches, kostenfreies Beratungsgespräch mit einem unserer Mitarbeiter. Es wäre schade, die zur Verfügung stehenden Beträge nicht für Ihre Bedürfnisse einzusetzen.

Wir bieten nach Bedarf hoch- und niederqualifizierte Betreuungseinsätze an. Neben unseren Einzelbetreuungen organisieren wir regelmäßige Gruppenaktivitäten, die bei unseren Betreuten großen Anklang finden.

Der Gesetzgeber hat seinen Anteil geleistet. Jetzt sind wir als Pflegeeinrichtung gefordert. Schildern Sie uns Ihre Anliegen! Wir finden mit Sicherheit ein geeignetes Angebot für Sie.

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